valktrio
 

 

 

Das Valktrio ist die Band, die mich von allen am Längsten begleitet.
Nach einer recht intensiven Auseinandersetzung mit "harmonisch" geprägter Musik (besonders in der Arbeit mit Tim Sund und Jürgen Friedrich) wollte ich bewusst ein Gegengewicht schaffen, ganz ohne Harmonieinstrument. Hier liegt naturgemäss der Focus weit mehr auf dem rhythmischen Aspekt der Musik. Darüber hinaus schafft das "Fehlen" des Harmonieinstrumentes
freien Raum im Klangbild der Band, der mir die Möglichkeit eröffnet melodisch spontaner und harmonisch freier zu agieren.
Ausserdem hat mich die Herausforderung gereizt, mit dem kleineren Klangkörper des Trios einen Sound zu entwickeln, der auch in einem abendfüllenden Konzert das Harmonieinstrument nicht vermissen lässt.
1995 zusammen mit dem Bassisten Werner Lauscher und dem Schlagzeuger Marc Lehan gegründet hat das Valktrio dann nach zahlreichen Konzerten 1996 seine erste CD "what else could i do" aufgenommen.

Wunderbarerweise konnten wir als Gast den von mir sehr bewunderten Pianisten Joachim Kühn auf diesem Debutalbum featuren. Die Art, wie er in das Bandkonzept "eintaucht" fasziniert mich bis heute: Trotz aller pianistischer Virtuosität ist seine Performance für mich eher die eines zweiten Bläsers: Kaum akkordisches Comping, stattdessen kontrapunktisches Denken etc....... eine Riesenerfahrung für uns und eine wertvolle Bereicherung für unser Album. Auch die anschliessenden Konzerte mit Joachim waren riesig. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte!

 

Nach meinem Zeit in New York zog ich Ende 1997 nach Köln und lernte dort den Schlagzeuger Roland Höppner kennen. Schon bald war für mich klar, dass er der neue Schlagzeuger des Valktrios werden sollte, nachdem Marc wegen einiger musikalischer Differenzen die Band verlassen hatte. Er ist es bis heute geblieben und ist in den vielen Stunden, die wir inzwischen miteinander gespielt haben einer meiner engsten musikalischen Freunde und Partner geworden.

2001 haben wir dann unsere zweite CD "two sets" aufgenommen.

two sets

Mehr als auf "what else...." beschäftigen wir uns hier mit metrischen Spielereien und Ideen.

In der folgenden Zeit haben wir öfter Gäste für Tourneen und Konzerte eingeladen, ebenfalls eine schöne Möglichkeit dieser offenen Besetzung. Zwischen 2001 und 2005 gab es Konzerte mit Matthias Haus (vibes), Eric Vloiemans (tp), Axel Fischbacher (g), Frank Kirchner (ts), Martin Sasse (p). Auch ein schöner Festivalauftritt bei "Jazz an einem Sommerabend" auf Burg Linn in Krefeld mit zwei weiteren Tenoristen Gerd Dudeck und Matthias Nadolny war ein Highlight dieser Zeit. Ebenfalls 2001 gab es eine weitere CD-Einspielung für Jazzproductions.com. Dieses mal mit zwei Gästen: Hendrik Soll (p) und Udo Schild (voc).
"in the wee small hours of the morning"

in the wee small..


Eine Balladenplatte, mit der ich mir den Traum erfüllen konnte, eine spontane Studiosession mit Musikern, die sich zum Teil gerade erst kennengelernt hatten, aufzunehmen und zu veröffentlichen.

Seit 2006 hat der Bassist Martin Gjakonowsky den Platz von Werner eingenommen, eine neue CD ist in Vorbereitung und wird voraussichtlich 2007 erscheinen.

Es geht voran...

bandfoto

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