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Die Idee ein
Programm für eine basslose Band mit Gitarre zu schreiben habe ich
seit einigen Jahren. Mich fasziniert die Vielzahl der Möglichkeiten,
die dieser offene Klangkörper bietet, die Herausforderung musikalische
Rollen und Funktionen zu tauschen, neu und ungewöhnlich zu besetzen.
Bei einem Benefizkonzert für den schwer erkrankten Kölner Vibraphonisten
Christoph Eidens hat sich fast zufällig solch ein Trio zusammengefunden.
Die Chemie hat so gut gestimmt, dass völlig klar war, an genau dieser
Stelle muss weitergearbeitet werden. Die Aufnahmen für unsere erste
Cd sind gemacht und können hoffentlich bald veröffentlicht werden.
(Hörbeispiel)

Presseinfo:
Mit "tribute to cole"
begegnet L C E der Musik des Komponisten Cole Porter mit dem Anspruch
dieser ein neues Gewand zu geben und sie in ein zeitgenössischeres
Licht zu stellen. Kompositorische und improvisative Bearbeitungen des
Liedmaterials in Umgestaltung von „Form und Farbe“ zeichnen
neue Konturen, heben bestimmte Aspekte des Originals hervor, verwischen
andere. es entsteht etwas, das Bekanntes in ein, mitunter andersfarbiges
Licht gestellt, neuerscheinen lässt. Die recht ungewöhnliche
Jazztrio-Besetzung verzichtet bewusst auf tiefe Instrumente und entwickelt
so eine eigenwillige Klangästhetik, die durch ihren offenen, luftigen
Charakter viel raum für kompositorische Detailarbeit, Improvisation
und Kommunikation schafft, als Grundlage für die Suche nach unentdeckten
Farben und Formen in der grossartigen Musik des Komponisten Cole Porters
Review
Kölner Stadtanzeiger
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Review Rheinische
Post, Klaus M.Schmidt:
Der Kölner
Saxophonist Claudius Valk erfindet mit seinem Trio im "Klöske"
den Musicalkomponisten Cole Porter neu. Wer sich für Jazz interessiert,
der stößt
irgendwann auch auf Cole Porter. Er war zwar kein Jazzmusiker, sondern
Musicalkomponist, doch an seinen Songs haben sich Generationen von Jazzmusikern
abgearbeitet. Claudius Valk und sein Trio Low Cut Experience sind jetzt
mit einem Cole-Porter-Programm auf Tour, doch vergleichsweise simple
Mainstream-Arrangements spielen sie nicht. Der Kölner Saxophonist
und Klarinettist nimmt Porters Melodien vielmehr zum Anlass, zeitgenössische
Musikbilder zu kreieren. Im Rittersaal des Vereins Schlaraffia, im Uerdinger
Klöske, konnten jetzt Krefelder Jazzfans die Valk Bearbeitungen hören,
trotz sehr guten Wetters hatten sich doch einige dorthin aufgemacht. Valk
und sein Trio zeigten sich in der vielleicht etwas ungewohnten Atmosphäre
äußerst spielfreudig. Norbert Scholly bedient in diesem Trio
die halbakustische E-Gitarre, außerdem versteht er es sehr gut,
mit dem Sequencer umzugehen. Immer wieder nimmt er sogenannte Loops (Endlosschleifen)
von seinem Spiel auf. Die dienen ihm dann teils zur Begleitung, manchmal
legt er aber auch so viele Loops übereinander, dass daraus minimalistische
Klanwelten entstehen. Das Schlagzeug Daniel Schrötelers lenkt einen
optisch zunächst auf eine
falsche Fährte. Mit seiner großen Bassdrum und darauf montierter
Kuhglocke erinnert es an die gute alte Swingzeit, doch entpuppt sich Schröteler
schnell als ein Schlagwerker, der eher aus der Szene der freien Improvisation
kommt. Kaum einmal bedient er sein Instrument mit zwei
gleichen Werkzeugen, meist sind es verschiedene wie etwa Besen und Schlegel.
So entstehen allein schon ungewöhnliche Sounds. Valk, der schon oft
in Krefeld spielte, muss hier eigentlich nicht näher vorgestellt
werden. Aber jetzt überraschte er einen doch wieder, allein schon
durch die Vielzahl der Instrumente, die er bei diesem Programm gleichermaßen
virtuos bedient: Tenor- und Sopransaxophon, Klarinette und Bassklarinette.
Am beeindruckendsten geriet eine lange Solopassage auf dem Tenor, bei
der er die ganze Bandbreite seiner Möglichkeiten aufblitzen ließ.
Vom süffigen Jazzsound bis zur neuzeitlichen Klangerzeugung war da
alles zu
hören. Auch die Porter-Bearbeitungen Valks leben von vielen, teils
schroff aufeinander treffenden Gegensätzen. Lyrische Momente wechseln
mit dramatischen, zarte Balladen treffen auf schweren Art-Rock. Gängige
Songformen kommen zwar auch vor, wirken aber dann wie ein Zitat, oft gibt
es dafür lange modale Improvisationen. In einem Stück verfremdet
Valk ein Porter Thema auch mit der Zwölftontechnik. Da ist spannende
Musik entstanden, die man aber nicht nur als Hommage an Porter hören
kann. Valk hat vielmehr eigenständige Kompositionen geschaffen. |
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